Beim offenen Austausch zur Rolle der Vertrauensperson drehte sich vieles um Beziehung, Resonanz und das richtige Maß an Nähe und Distanz. Engagierte Ehrenamtliche, neue Interessierte und Angehörige kamen miteinander ins Gespräch – offen, achtsam und auf Augenhöhe.
Besonders eindrücklich waren die Erzählungen darüber, wie viel mit Präsenz, Zuhören und einem freundlichen Blick erreicht werden kann – auch in herausfordernden Situationen.
Wir haben über eigene Unsicherheiten gesprochen, über kulturelle Unterschiede, die Rolle der Sprache – und darüber, wie hilfreich es ist, nicht immer gleich eine Lösung parat haben zu müssen.
Auch das Thema Abgrenzung kam zur Sprache: Wie schütze ich meine eigene Energie, ohne die Verbindung zu verlieren?
Ein Gedanke, der hängen blieb: „Ich muss nicht alles verstehen – ich darf einfach da sein.“
Danke an alle, die da waren – für eure Offenheit, eure Erfahrungen und eure Bereitschaft, gemeinsam weiterzulernen.
In unserem Erfahrungsaustausch haben wir uns gemeinsam mit wichtigen Fragen rund um das Thema Betreuung beschäftigt: Warum braucht es Betreuung? Unter welchen Bedingungen wird eine gesetzliche Betreuung eingesetzt? Welche Aufgaben übernehmen Betreuer:innen und welche Rahmenbedingungen sind dabei wichtig?
Außerdem haben wir Alternativen zur Betreuung beleuchtet und darüber gesprochen, wie man über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung aktiv Einfluss auf eine Betreuung nehmen kann.
Wir waren eine sehr unterschiedliche Gruppe, was das Thema herausfordernd machen könnte – doch genau das hat den Austausch besonders wertvoll gemacht. Dank eurer Offenheit, Neugier und ehrlichen Beteiligung ist es uns gelungen, in einen lebendigen und respektvollen Dialog zu kommen. Dadurch wurde die Zeit nicht nur informativ, sondern auch richtig kurzweilig und bereichernd.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit ihrem Beitrag und ihrer Offenheit dazu beigetragen haben, dass dieser Austausch so gelungen und inspirierend war. Eure Bereitschaft, euch einzubringen, macht den Unterschied!
Wie begleitet man einen Menschen in seinen letzten Tagen? Welche Unterstützung gibt es für Angehörige? Und wie können wir uns selbst in solch schwierigen Momenten stärken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Erfahrungsaustauschs am 29.01.2025. Zu Gast war Nathalie Luplow vom ambulanten Johanniter-Hospiz, die uns mit bewegenden Einblicken in ihre Arbeit zeigte, wie wertvoll Zeit und Zuwendung in der Sterbebegleitung sind.
Was macht die ambulante Hospizhilfe? Hospizarbeit bedeutet weit mehr als Begleitung in den letzten Lebensstunden. Nathalie berichtete von vielseitigen Angeboten: • Unterstützung und Beratung für Betroffene und Angehörige • Psychosoziale Betreuung, Trauerbegleitung und Letzte-Hilfe-Kurse • Sensible, kultursensible Begleitung – zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen Besonders beeindruckte das Engagement des Hospizdienstes: Ein Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen, das individuell auf Bedürfnisse eingeht und auch sprachliche sowie kulturelle Barrieren überbrückt.
Trauer hat viele Gesichter Jeder Mensch trauert anders – mal laut, mal leise, manchmal mit Wut, manchmal mit Rückzug. Die fünf Phasen der Trauer verlaufen nicht linear, sie kommen und gehen.
Ein Satz blieb besonders hängen: „Ich möchte nicht mehr so leben“ ist etwas anderes als „Ich möchte nicht mehr leben.“ Ein sensibler Umgang mit solchen Äußerungen ist essenziell. Zuhören, nachfragen und wenn nötig professionelle Unterstützung einholen – wir haben darüber gesprochen, wie wir damit umgehen können, ohne uns selbst dabei zu überfordern.
Blick nach vorn Unsere nächste „Ideenwerkstatt“ wird sich mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht befassen – Themen, die oft aufgeschoben werden, aber so wichtig sind. Ein herzlicher Dank an alle, die diesen Austausch mit ihren Gedanken und Fragen bereichert haben! Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen.
unser Projekt arbeitet mit vulnerablen Gruppen und setzt sich insbesondere für die aktive Selbstbestimmung bis zum Lebensende ein. Hierbei gilt es mit und durch die Gemeinschaft Ungleichheiten einzudämmen. Jeder von uns kann in eine Situation kommen in der er auf Hilfen Anderer angewiesen ist. Diese Hilfen sollte nicht an Bedingungen geknüpft sein, welche uns in unserem Sein einschränken. Daher wird darauf geachtet (kultur)sensibel auf das, was den hilfsbedürftigen Menschen ausmacht einzugehen.
Wir sehen dieses Menschenbild mit den derzeitigen Entwicklungen in der politischen Landschaft in der gesamten Bundesrepublik bedroht und möchten daher auf die folgenden Projekte unserer Kolleg:innen aufmerksam machen:
Das Bündnis Hand in Hand schreibt selbst über sich…
Wir verteidigen die Menschenrechte aller Menschen und richten uns daher insbesondere auch gegen jedweden Rassismus und Antisemitismus und geben keinen Raum fürMenschenverachtung, Doppelstandards und Ausgrenzung.
Der Zusammenschluss Omas gegen Rechts schreibt über sich…
Bei uns kann jede(r) Oma gegen Rechts werden, Jung und Alt, Frau und Mann. Oma Gegen Rechts ist eine Frage der Haltung und Begriff für Widerstand geworden. Unsere Gesprächsbasis sind die Grundsätze der OMAS GEGEN RECHTS und die Ziele unseres Berliner Flyers. Omas, Opas macht mit, wir sind viele!
An welchen Stellschrauben sollten wir noch drehen?
Das neue Wohnteilhabegesetz (WTG) in Berlin, gültig seit dem 1.12.2021, hat zum Ziel, Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege-WGs zu schützen und sie dabei zu unterstützen, ihre Interessen und Bedürfnisse durchzusetzen.
In wie weit dieses Gesetz im Pflegealltag angekommen ist? Welche Schwierigkeiten und Möglichkeitsräume bei der Implementierung deutlich wurden? Und welche Erfahrungen & Perspektiven gewonnen werden konnten, wurde auf dem FAW Forum am 13.06.2024 diskutiert.
Eine kurze Rückschau erinnerte an die Wurzeln und die grundlegende Intention von Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen. Der Abteilungsleiter Pflege bei der Berliner Senatsverwaltung gab einen Überblick über den bisherigen Fortschritt bei der Umsetzung des WTGs. Im Anschluss erläuterten Anbieter von Pflege-WGs ihre Perspektiven zu den Alltagsveränderungen für Pflegekräfte. Zwei Angehörige brachten die Perspektive der Klient:innen ein und berichteten über Wünsche und Bedürfnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern wie über ihre eigenen Anliegen. Schließlich wurde beleuchtet, wie gut es bisher gelingt, Pflege-WGs in den Sozialraum einzubinden.
Am 04.05.2024 war es wieder, soweit und das rote Rathaus öffnete seine Pforten. Drin und draußen machten sich zahlreiche spannende Projekte auf den Weg Menschen für das freiwilligen Engagement zu interessieren.
Und wir durften dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei sein. Bei einem Quiz rund um das Thema Vertrauenspersonen in Pflegewohngemeinschaften und Rätselspielen aus Holz, kamen wir mit vielen tollen Menschen ins Gespräch.
Über alle Altersparten Hinweg fand ein reger Austausch zu unserem Thema statt. Denn es betrifft uns alle, ob selbst, oder im nahen Umfeld. Gemeinsam ist es gelungen die positiven Seiten des Älterwerdens zu betrachten und zu erkennen, wie bereichernd es sein kann, miteinander in Kontakt zu bleiben. Drinnen und draußen entfaltet sich das Leben, und der Austausch miteinander bereichert unser eigenes Dasein. Freiwilliges Engagement erweitert unsere Perspektive auf die Welt und wird von vielen als sinnstiftend empfunden.